KunstHaus Vera Staub
 
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Vom alten Schul- zum KunstHaus – eine besondere Kulturstätte

Wo einst Schulkinder die Schulbank drückten, steht nun das KunstHaus Vera Staub. Dieses beherbergt auch die Museumsfabrik von Kilian T. Elsasser.

Es weht ein frischer Wind. Von der sommerlichen Wärme des Augusts ist in Göschenen Anfang September nicht mehr viel zu spüren. Die Wetteränderung ist jedoch nicht der einzige Wandel, der im 400-Seelen-Dorf zu spüren ist. Im Unterdorf in Göschenen wurde am 1. September eine besondere Erneuerung gefeiert: Die frei schaffende Künstlerin Vera Staub und Kilian T. Elsasser verwandelten das alte Schul- und Pfrundhaus in ein KunstHaus und eine Museumsfabrik.

Nach verschiedenen Wanderausstellungen in der Schweiz und im Ausland lässt sich die Künstlerin Vera Staub nun in Göschenen nieder. Sie und ihr Lebenspartner Kilian T. Elsasser fühlen sich wohl im Bergdörfchen und haben mit dem alten Schul- und Pfrundhaus einen Ort gefunden, wo sie sich zurückziehen können. Wichtig für Vera Staub ist, dass das KunstHaus nicht als steriler Ausstellungsort gesehen wird. Wie sie selbst erklärt, steht im KunstHaus nicht nur die Kunst im Zentrum, vielmehr ist das ganze Gebäude eine Inspirationsquelle, wo die Begegnungen mit Menschen einen wichtigen Aspekt darstellen. Die in St. Gallen geborene Kunstschaffende nutzt ihr Anwesen nicht nur als Ausstellungsstätte, sondern sie hat Keller und Estrich zu Atelierräumen umfunktioniert, was dem ganzen Haus eine authentische Note verleiht. In der jetzigen Ausstellung werden Arbeiten gezeigt, die sie speziell für das KunstHaus konzipiert hat, wie beispielsweise einige gehauene Sandsteine, die dieKünstlerin im Steinatelier, im Keller des Hauses, bearbeitet hat. Neben den Steinarbeiten sind im KunstHaus auch verschiedene Skizzen und Fotografien zu sehen. Ebenfalls werden frühere Werkelemente ausgestellt, die Vera Staub für das KunstHaus in einen neuen Zusammenhang gebracht hat. Die ganze Ausstellung ist ein Wechselspiel von Ort und Künstlerin zugleich.

Neben der Kunst findet auch die Geschichte des Dorfes Göschenen seinen Platz im KunstHaus. Der Bahnhistoriker Kilian T. Elsasser hat im ehemaligen Schul- und Pfrundhaus ein Zimmer eingerichtet, in dem die Verkehrslandschaft Gotthard thematisiert wird. Kilian T. Elsasser engagiert sich dafür, dass die Gotthardbergstrecke als Unesco-Welterbe aufgenommen wird und organisiert zu diesem Thema Führungen durch das einstige Arbeiterdorf. Vielleicht bewirkt das Schaffen der beiden, dass aus dem einstigen Arbeiterdörfchen eine wahre Kulturstätte inmitten einer einzigartigen Bergwelt wird.

Daniela Walker, Urner Wochenblatt, 5. Sept. 2012

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